Helvetic Care
    Helvetic Care versteht sich als Bewegung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter.

    Helvetic Care hat den Anspruch, den Menschen in ihrem Alltag - in der gesamten Themenbreite - Unterstützung zu ermöglichen. Sie will Menschen vernetzen, informieren, ihnen konkrete Angebote und professionelle Beratung vermitteln.

    Infos über selbstbestimmtes Leben im Alter?
    HelveticCare

    Adresse

    • Helvetic Care AG
    • c/o blueAUDIT GmbH

    • Schindellegistrasse 73

    • 8808 Pfäffikon SZ

    • info@helveticcare.ch

    Ratgeber

    • Drehschwindel
    • Hämorrhoiden
    • Lagerungsschwindel
    • Seniorenhandy
    • Seniorenresidenz
    • Sturz
    • Verschwommen sehen

    Altersheime

    • Altersheime in Basel
    • Altersheime in Bern
    • Altersheime in Genf
    • Altersheime in Lausanne
    • Altersheime in Luzern
    • Altersheime in St. Gallen
    • Altersheime in Zürich

    Über Uns

    • Medien
    • Impressum
    • Datenschutz
    Helvetic Care
    • Krankenkasse
    • Gesundheit
      Fit im AlterDemenzErnährung im Alter
    • Wohnen im Alter
      HypothekBetreutes Wohnen
    • Digitalisierung
    • Mehr
      LifestylePensionierungFlusskreuzfahrtHilfsmittelBestattung
    AngeboteJetzt folgen

    Meine Mutter hat Demenz (4): Wie umgehen mit der Flut an Informationen?

    Wie geht man damit um, wenn die eigene Mutter die Diagnose Demenz erhält? Markus Frutig liess ihr Blut von einem Naturarzt untersuchen und versuchte aus der Flut an Informationen eine geeignete Strategie zu entwickeln. Die Suche nach einer Haushaltshilfe war eine weitere Belastungsprobe.

    Die Mutter von Markus Frutig
    Die Mutter von Markus Frutig im Herbst 2024: Damals standen schwierige Entscheidungen an.
    Markus Frutig Markus Frutig 06.10.2022

    Der Herbst 2014 wurde zu einer deutlich schwierigeren Zeit, denn es kamen viele Dinge auf  einmal auf mich zu. Meine Gedanken fuhren Karussell und das belastete mich zusehends. Wir hatten zwar seit dem Sommer 2014 die klare Diagnose Demenz und erste Rechercheergebnisse zeigten verschiedene Handlungsmöglichkeiten auf.

    Aber die grosse Schwierigkeit bestand nun darin, aus der ganzen Flut an Informationen eine eigene Strategie zu entwickeln. Dazu kam die Entscheidung, ob meine Mutter bald eine Betreuung zu Hause benötigte und was es dabei zu beachten galt. Alles schwierige und noch ungelöste Fragen! 

    Noch gut zu Fuss

    Da ich unter der Woche als Fachjournalist und Geschäftsführer meiner eigenen Agentur zeitlich sehr eingespannt bin, hatten meine Mutter und ich uns darauf geeinigt, dass sie mich am Wochenende in meiner Wohnung in Oberengstringen besucht, wir zusammen bei mir kochen und zusammen einige Stunden verbringen. Damals schaffte es meine Mutter noch recht gut, den seit 2011 bekannten Fussweg von ihrer Wohnung in Unterengstringen zu meiner Wohnung zu meistern. Unter der Woche – meist abends – besuchte ich sie dann in ihrer eigenen Wohnung und wir assen gemeinsam Znacht.

    Ich beobachtete jede dabei kleine Veränderung sehr genau, auch die Zeit, die sie für den Fussmarsch zu mir benötigte. Es beruhigte mich, dass sie den Weg erstaunlich gut zurücklegte. Lediglich beim Treppensteigen musste ich sie öfters gleich an der Eingangstüre abholen und sie zu mir in den zweiten Stock begleiten. Aber wer steigt denn schon gerne Treppen? Da dies alles noch recht gut funktionierte, behielten wir dieses «Ritual» fürs Wochenende bei.

    Zu Hause bleiben statt ins Altersheim ist günstiger

    Wer Demenz hat, braucht oft rund um die Uhr Betreuung. Seniorencare24 bietet eine günstige Alternative zum Alters- oder Pflegeheim. Finden Sie unter dem Link eine deutschsprechende 24h-Betreuung für zu Hause ab CHF 4500 pro Monat.

    Betreuungsperson finden

    Start mit Blutuntersuchungen

    Als nächstes entschieden wir uns für eine naturheilkundliche, ganzheitliche Blutuntersuchung. Diese sollte zutage bringen, welche wichtigen Stoffe im Organismus meiner Mutter fehlten, bzw. ihren Körper belasteten und so die Demenz begünstigten. Wir verabredeten uns mit unserem Naturheilarzt in Schlieren und er empfahl eine Vitalstoffanalyse, bei der wichtige Enzyme, Mineralien, Aminosäuren und Marker für allfällige Entzündungen analysiert wurden. Auch eine Energiestatusmessung der Körperzellen nutzten wir, um festzustellen, ob es irgendeinen offensichtlichen Mangel gab. Die Ergebnisse lagen bei meiner Mutter nahezu überall im Normalbereich. 

    Nur gewisse Entzündungswerte waren leicht erhöht. Sie erhielt deshalb ein milchsauer vergorenes Mineralpräparat, das sie zum Essen nehmen sollte. Auch erstaunte uns der relativ hohe Energiestatus bei meiner Mutter. Diese Analyse-Ergebnisse beruhigten uns sehr und gaben uns vorerst das gute Gefühl, dass es auf der naturheilkundlichen Ebene recht ordentlich um meine nun 85-jährige Mutter stand.

    Über den Autor und die weiteren Folgen

    Markus Frutig (Jg. 1967) ist im Hauptberuf Kommunikationsexperte, Fachjournalist und Chefredaktor. Dazu berät er seine Kunden seit über 22 Jahren erfolgreich u.a. als ausgebildeter und zertifizierter Ernährungs-, Energiemedizin- und Orthomolekularberater. Durch die Demenzerkrankung seiner Mutter besitzt er dazu eine langjährige Praxiserfahrung in der Alters- und Demenzpflege. Auf helveticcare.ch schreibt er regelmässig darüber.

    Meine Mutter hat Demenz: die weiteren Folgen

    Teil 1: Die Anzeichen fielen mir zuerst gar nicht richtig auf
    Teil 2: Den Arztbesuch schoben wir hinaus
    Teil 3: Hilft eine alternative Behandlung?
    Teil 5: War die Verschnaufpause in Ägypten das Richtige?
    Teil 6: In den Ferien fielen mir die Veränderungen erst richtig auf
    Teil 7: Wie konnte ich sie dazu bringen, das Essen nicht zu vergessen?
    Teil 8: Weil sie das Trinken vergass, musste sie als Notfall ins Spital
    Teil 9: Diese Hilfsmittel erleichtern den Alltag
    Teil 10: Unsere Lehre nach bangen Stunden im Spital

    Regelmässige Nahrungsergänzung

    Da meine Mutter bereits seit mehreren Jahren regelmässig höher dosierte Nahrungsergänzungen mit allen relevanten Vitaminen, Mineralien, Aminosäuren und Spurenelementen neben der täglichen Ernährung zu sich nahm und dies zum Glück keinerlei Schwierigkeiten beim Schlucken bereitete, war das Mineralpräparat, wenngleich es nicht sonderlich gut schmeckte, kein Problem für sie. Frischkost wie Salate, Äpfel, Ananas, Birnen, Kirschen, Trauben oder sonstiges Saisonobst liebte sie zum Glück schon immer.

    Mit der regelmässigen Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel klappte es aber bald nicht mehr so gut und sie vergass sie leider öfters, wie ich an den oftmals noch vollen Pillendöschen merkte. Daher bat ich ihre Nachbarin um Unterstützung. Diese kontrollierte freundlicherweise die Einnahme zum Mittagessen, was zu einer gewissen Beruhigung im Alltag führte.

    Haushaltshilfe schon sinnvoll oder nicht?

    Im Oktober 2014 recherchierte ich auf diversen Internetseiten, welche Möglichkeiten es für Haushaltshilfen gab, denn ich wollte die Weichen rechtzeitig stellen, auch wenn sich meine Mutter noch recht gut in ihren eigenen vier Wänden versorgen konnte.

    Die Angebote zu diesem Zeitpunkt waren alles andere als überschaubar und meistens stellten sich die vermeintlichen «Seniorenbetreuerinnen» eher als Reinigungsfachkräfte heraus, die zwar Betreuungsdienstleistungen anboten, aber nach diversen persönlichen Besuchen liessen wir dieses Thema doch erst einmal wieder fallen. Meine Mutter wollte auch nicht gerne «eine fremde Person in ihrer Wohnung» haben. Dies respektierte ich natürlich.

    Verschnaufpause und Ferien in Ägypten?

    Die tägliche Arbeitsbelastung und die Sorgen um meine Mutter waren doch anstrengend und belasteten mich vor allem, wenn ich sie nicht regelmässig sah. Daher machten wir Ende November Pläne für erneute Ferien in unserem geliebten 5-Sterne-Hotel in El Quseir in Ägypten.

    Terroranschläge hatten uns im Jahr zuvor von unserer gewohnten Feriendestination ferngehalten. Aber wie würde sich ein langer Flug auf den Zustand meiner Mutter auswirken? War ein solcher Urlaub wirklich anzuraten und erholsam für uns beide?

    Hier geht es zum Anfang der Themenserie. Wie es weiterging, erfahren Sie im Teil 5. 

    Tags

    • Gesundheit im Alter
    • Demenz

    Pflege

    Community

    Demenz

    Demenzserie

    Für dich empfohlen
    Helvetic Care

    24-Stunden-Pflege-und-Betreuung: Das muss man wissen

    Bei der 24-Stunden-Betreuung handelt es sich um eine Unterstützung für Menschen, die möglichst lange zu Hause leben möchten – auch wenn sie eine umfangreiche Pflege benötigen. Häufig zieht eine Pflegekraft bei ihnen ein. Die folgenden Abschnitte zeigen, welche Vorteile eine 24-Stunden-Pflege bietet und was in rechtlicher Hinsicht zu beachten gilt.

    Helvetic Care

    Kurzzeitpflege in der Schweiz: Infos für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen

    Der Aufenthalt in einem Pflegeheim muss nicht zwangsläufig von längerer Dauer sein. Wer möchte, kann alternativ auch die Vorteile einer Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen und somit sich und seine Angehörigen entlasten. Die folgenden Abschnitte zeigen auf, wann sich eine Kurzzeitpflege lohnen kann und wie hoch die Kosten in der Schweiz sind.

    Maja Sommerhalder

    Brustkrebs bei Männern: «Ich hatte grosses Glück»

    Martin Kiefer (65) hatte zweimal Krebs – zuerst traf es die Prostata und dann die Brust. Doch dank regelmässiger Vorsorgeuntersuchungen wurde die Krankheit frühzeitig entdeckt. Heute fühlt er sich topfit und geniesst jeden Tag.

    Markus Frutig

    Meine Mutter hat Demenz (9): Diese Hilfsmittel erleichtern den Alltag

    Markus Frutig betreut seit vielen Jahren seine demente Mutter – eine Aufgabe, die ihn sehr fordert. Deshalb ist er froh, dass es Hilfsmittel gibt, die den Alltag erleichtern. Seine Tipps sind nicht nur für Demenzbetroffene Gold wert.

    Maja Sommerhalder

    Schenken: Darum sind Frauen häufiger grosszügiger

    Schenken macht glücklicher, als beschenkt zu werden, weiss der Glücksforscher Philippe Tobler. Ist das der Grund, warum Frauen in der Regel spendabler sind? Antworten gibt es im Interview.

    Helvetic Care

    Halluzinationen im Alter: Wenn Demenz mit Wahnvorstellungen und optischen Sinnestäuschungen einhergeht

    Halluzinationen bei Demenz können das Leben Betroffener und Angehöriger stark belasten. Wenn ältere Menschen Dinge sehen, die nicht existieren, entstehen oft Ängste und Verwirrung. Welche Wege gibt es, um ihnen ein würdevolles und stressfreies Leben zu ermöglichen?

    Helvetic Care

    Wenn Eltern alt werden - wie geht man damit um?

    Viele Kinder haben Angst vor dem Älterwerden ihrer Eltern. Der Gedanke, dass Mutter und Vater auf Hilfe angewiesen sein werden, kann sehr belastend sein. Dieser Prozess ist unvermeidlich, aber es gibt Möglichkeiten, die gemeinsame Zeit zu geniessen und die Sicherheit der Eltern zu gewährleisten.