Ambulant vor stationär geht auch im Rehabereich
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Ambulant vor stationär geht auch im Rehabereich

Patienten individuell und am richtigen Ort zu behandeln: Darin liegt die Zukunft. Es gilt, die Behandlungstriage auch für eine umfassende ambulante Weiterbetreuung zu optimieren. Ein Gastbeitrag von Dr. med. Michael Gengenbacher.

Eine Ergotherapeutin trainiert mit ihren Patienten zu Hause  – darin liegt die Zukunft. Eine Ergotherapeutin trainiert mit ihren Patienten zu Hause – darin liegt die Zukunft.
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reha@home am 5.7.2021

Immer mehr Menschen müssen, können oder wollen nach einem akutstationären Aufenthalt nach Hause, benötigen aber weiterhin rehabilitative und medizinische Unterstützung. In den eigenen vier Wänden fühlen sich viele, insbesondere ältere Menschen am wohlsten, sind sie doch dort ihren Bezugspersonen am nächsten. Im Zuge der Ambulantisierung medizinischer Angebote sind Modelle gefragt, welche auch im Bereich der Rehabilitation Patientinnen und Patienten optimiert betreuen und unterstützen.

Pilotprojekt reha@home

In den Kantonen Zürich und Aargau wurde 2018 reha@home gegründet. Dabei handelt es sich um einen Gesamtanbieter. Dieser bietet ein ambulantes Konzept für Personen an, die im Anschluss an einen akutstationären oder rehabilitativen Aufenthalt, oder an Stelle von einem stationären Aufenthalt, Unterstützung auf dem Weg zurück in den Alltag brauchen. Ebenfalls unterstützt reha@home Personen, welche gesundheitserhaltende und –fördernde Dienstleistungen zu Hause benötigen (Spitex).
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Dr.med.Michael Gengenbacher ist Ärztlicher Direktor Bewegungsapparat und Innere Medizin sowie Mitglied der Unternehmensleitung bei ZURZACH Care.

Alle Dienstleistungen aus einer Hand

Reha@home erlaubt es, Patienten evidenz- und assessmentbasiert gemäss ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit) für die jeweiligen Behandlungspfade zu identifizieren. Zu Hause erhalten sie mobile Rehabilitation, Domiziltherapien, Spitex-Pflege, Betreuung, hauswirtschaftliche Unterstützung sowie Patiententransport.
Sämtliche Dienstleistungen für die Patienten, deren Angehörigen und den zuweisenden Stellen werden dabei aus einer Hand koordiniert, organisiert und erbracht. Dies hat für die Patienten und ihre Angehörigen den grossen Vorteil, dass sie innerhalb der Struktur eine Ansprechperson haben, welche sich um ihr Wohl kümmert und alles organisiert, sodass der Fokus der Patienten zu 100 Prozent auf der Genesung liegen kann.
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Behandlung im gewohnten Umfeld

Das mobile und interdisziplinäre Team, bestehend aus Physio- und Ergotherapeuten (ab September 2021 auch Logopädie), dipl. Pflegefachpersonal, Fachangestellten Gesundheit, Pflegehelfenden und bedarfsweise ärztlichem Personal, agiert mit den gleichen Zielen in enger Zusammenarbeit mit und am Patienten.
Das Dienstleistungsangebot ist alltagsnahe und den häuslichen Gegebenheiten angepasst. Mit dem Hauptfokus auf der Rehabilitation fördert das Fachpersonal mittels inter- und multidisziplinärer Zusammenarbeit die Selbständigkeit der Patienten und stärkt ihr Vertrauen in die eigenen Kompetenzen. Dadurch gewinnen die betreuten Personen rascher ihre Eigenständigkeit zurück und können den Alltag wieder bewältigen.
Das Rehablilitations-Setting reha@home ist zeitlich auf vier bis sechs Wochen beschränkt. Bei vorliegender ärztlicher Verordnung finanziert die Krankenversicherung die grosse Mehrheit der Dienstleistungen.

Was die Zukunft bringt

Aufgrund der alternden Gesellschaft treten vermehrt chronische Krankheiten auf. Der medizintechnische Fortschritt ermöglicht zahlreiche neue, effizientere und schonendere Behandlungen. Neuartige Technologien wie beispielsweise künstliche Intelligenz und Telemedizin werden vermehrt Behandlungen und Therapien im häuslichen Umfeld ermöglichen, da sie nicht mehr standortgebunden sind.

Dieser Artikel wurde durch reha@home beigetragen

reha@home ist ein Jungunternehmen und der erste Gesamtanbieter rund um mobile Rehabilitation, Domiziltherapien, Spitex-Pflege, Betreuung und Patiententransport.
Das Angebot von reha@home zielt auf Personen, welche im Anschluss an einen akutstationären Aufenthalt lieber im vertrauten Umfeld als in einer stationären Einrichtung rehabilitiert werden möchten, im Anschluss an einen rehabilitativen Aufenthalt weiterhin Unterstützung auf dem Weg zurück in den Alltag benötigen oder Personen, welche gesundheitserhaltende- und fördernde Dienstleistungen zu Hause benötigen. Damit das Zuhause auch weiterhin das Zuhause bleibt.


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