Myome sind gutartige Tumore der Gebärmutter und gehören zu den häufigsten gynäkologischen Befunden. Rund zwei Drittel aller Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens mindestens ein Myom – häufig ohne es zu bemerken. Denn rund die Hälfte der Betroffenen hat keinerlei Symptome.
Myome entstehen aus der Muskelschicht der Gebärmutter und sind hormonabhängig. Obwohl die genaue Ursache unklar ist, vermutet man genetische Einflüsse. Auch hormonelle Faktoren, ethnischer Hintergrund, ein kinderloses Leben, Stress und Bluthochdruck gelten als begünstigende Faktoren.
Erkannt werden Myome meist zufällig im Rahmen einer gynäkologischen Routinekontrolle – per Ultraschall. Bei auffälligen Befunden oder Kinderwunsch kann zusätzlich ein MRI sinnvoll sein. Symptome, wenn vorhanden, reichen von Blutungsstörungen über Unterbauchschmerzen bis hin zu einem unerfüllten Kinderwunsch.
Eine besonders schonende und innovative Behandlungsform ist die sogenannte Sonata-Methode, die Dr. med. Juliette Schmid-Lossberg, Belegärztin an der Privatklinik Bethanien, erfolgreich anwendet. In einem Podcast erklärt die Gynäkologin das neue schnittfreie und minimalinvasive Verfahren: Dabei wird über die Scheide eine Sonde in die Gebärmutter eingeführt, um das Myom mithilfe von gezielter Hitze zu behandeln.
Im Gegensatz zu klassischen operativen Methoden – wie einer Myomentfernung per Bauchspiegelung oder sogar einer Gebärmutterentfernung – schont das Sonata-Verfahren das umliegende Gewebe sowie die Gebärmutterschleimhaut. Das ist insbesondere für Frauen mit Kinderwunsch ein grosser Vorteil. Bereits drei Monate nach dem Eingriff kann wieder aktiv versucht werden, schwanger zu werden.
Die Sonata-Behandlung dauert je nach Anzahl und Grösse der Myome zwischen 10 Minuten und einer Stunde. Sie erfolgt meist in Voll- oder Teilnarkose, mit zwei stationären Nächten. Schmerzen nach dem Eingriff sind laut Dr. Schmid-Lossberg minimal – viele Patientinnen sind rasch wieder im Alltag.
Warum das behandelte Myom mit der Sonate-Methode nicht entfernt wird, aber trotzdem keine Beschwerden mehr bereitet, erfahren Sie im Podcast.
Dr. Schmid-Lossberg betont, dass Sonata zwar eine exzellente Methode ist, aber nicht die einzige. Jede Patientin wird individuell beraten – inklusive medikamentöser und operativer Alternativen.
Die Privatklinik Bethanien bietet hierfür den idealen Rahmen: ein erfahrenes, multidisziplinäres Team, persönliche Betreuung und modernste Infrastruktur. Für viele Patientinnen ist das ein entscheidender Pluspunkt.
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