Zahnkrone: Mit einem Zahnersatz zurück zu einem schönen Lächeln
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Zahnkrone: Mit einem Zahnersatz zurück zu einem schönen Lächeln

Beim Zahnarzt ist das Einsetzen einer Zahnkrone eine oft durchgeführte Behandlung. Mithilfe von Zahnersatz lässt sich das Ziehen von einem Zahn vermeiden. Erfahren Sie in diesem Beitrag alles rund um die Themen Behandlung, die verschiedenen Arten und die damit verbundenen Vorteile.

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Helvetic Care am 22.6.2021


Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zahnkrone wird komplett oder in Teilen über einem defekten Zahn befestigt.
  • Zahnkronen bestehen aus unterschiedlichen Materialien wie Metall, Keramik oder Kunststoff.
  • Zahnkronen unterscheiden sich materialabhängig kaum von natürlichen Zähnen.

Was ist eine Zahnkrone?

Eine künstliche Zahnkrone ist eine Form von Zahnersatz. Wie die Brücke gehört sie zu den sogenannten festen Zahnersätzen und wird dauerhaft mit dem eigentlichen Zahn verklebt. Eine Krone eignet sich, um einzelne Zähne in Teilen oder komplett zu überdecken.

Wann wird die Zahnkrone als Zahnersatz verwendet?

Ist ein Zahn zum Beispiel durch Karies beschädigt, muss er dringend behandelt werden. Der Zahnarzt entfernt dazu die zerstörten Teile des Zahns. Üblicherweise verschliesst er dann das Loch mit einer einfachen Füllung. Ist der Zahn aber zu sehr beschädigt, ist das nicht mehr möglich.
Hier kommt die künstliche Zahnkrone ins Spiel. Eine Füllung ist fest im Zahn verankert. Die Krone hingegen ersetzt grössere Teile. Um die ursprüngliche Form des jeweiligen Zahns wiederherzustellen, wird der Ersatz seinem natürlichen Vorbild nachgebildet.
Das erhält die volle Funktion des Zahns, Sie können damit normal kauen und sprechen. Auch die Ästhetik wird berücksichtigt und im Idealfall fällt der Zahnersatz zwischen den echten Zähnen nicht auf.
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Welche Arten der Zahnkrone gibt es?

Grundsätzlich werden die verschiedenen Kronenarten nach folgenden Punkten eingeteilt:
  • Grösse und Ausdehnung
  • Funktion
  • verwendetes Material
  • Art, wie die Krone am Zahn verankert wird

Grösse und Ausdehnung

Welche Kronenart für Sie infrage kommt, wählt der behandelnde Zahnarzt in Abhängigkeit von Grösse und Art des Zahndeffekts aus. Auch Ihre persönlichen Wünsche spielen dabei eine entscheidende Rolle. Entsprechend dieser Auswahl variieren die Behandlungskosten für Zahnkronen.

Funktion

Bei der Einteilung nach den Funktionen unterscheidet man zwischen Ersatzkronen, Verankerungskronen und Schutzkronen.

Der Klassiker: Ersatzkronen

Muss bei einem grossen Zahndefekt die natürliche Zahnkrone ersetzt werden, kommt die sogenannte Ersatzkrone zum Einsatz.

Verankerungskronen

Ein bekanntes Beispiel der Verankerungskrone ist die Brücke. Bei diesem Zahnersatz wird im Ganzen ein Zahn ausgetauscht. Als «Brückenpfeiler» werden ausserdem die beiden Zähne links und rechts ebenfalls mit überkront.
Die Teleskopkrone gehört ebenfalls zu den Verankerungskronen. Mit ihr wird eine herausnehmbare Prothese an den Restzähnen befestigt. Sie ist auch unter der Bezeichnung «Doppelkrone» bekannt und sie besteht aus zwei Teilen. Die Primärkrone (innere Zahnkrone) wird bei diesem Zahnersatz fest am vorbereiteten Zahnstumpf angebracht. Die Sekundärkrone (äussere Krone) ergänzt die Konstruktion. Sie hält ausschliesslich durch Reibungswiderstand.
Dadurch ist es möglich, die äussere Krone immer wieder herauszunehmen. Sie ist in die herausnehmbare Prothese integriert. Eine sichere Verankerung an den Restzähnen wird dadurch sichergestellt.

Einteilung nach der Grösse und Ausdehnung

Wie umfangreich ein Zahnersatz ausfällt, hängt unter anderem von der Ausdehnung und der Grösse ab.

Die Teilkrone

Kommt eine sogenannte Teilkrone zum Einsatz, bedeckt sie lediglich einen Teil des Zahns. Diese Kronenart ist zum Beispiel in folgendem Fall sinnvoll: Ein Zahn wurde durch Karies so stark beschädigt, dass eine klassische Füllung nicht mehr ausreicht.
Die Beschädigung ist aber nicht so weitreichend, dass eine Vollkrone erforderlich wäre. Eine Teilkrone kann zum Beispiel nur die Kaufläche oder eine Hälfte des Zahns bedecken. Das Inlay fügt sich beinahe nahtlos in den Zahn ein.

Die Vollkrone

Die Vollkrone ersetzt, wie es der Name schon sagt, die gesamte natürliche Zahnkrone. Wie eine Kappe wird sie über den Zahnstumpf gestülpt. Sie ist so gestaltet, dass sie den Restzähnen möglichst ähnlich sieht und die Kaufunktion wiederherstellt.

Verwendetes Material

Die Materialauswahl für die Krone hängt von verschiedenen Faktoren. Dabei stellen sich folgende Fragen:
  • Welcher Zahn soll ersetzt werden?
  • Welchen Belastungen wird die Krone zukünftig ausgesetzt sein?
  • Wie stabil muss der Zahnersatz sein?
  • Welche ästhetischen Gesichtspunkte muss der Zahnersatz erfüllen?
Der Patient kann selbst mitentscheiden, welches Material für die Herstellung verwendet wird.

Die Vollgusskrone

Diese Kronenart wird aus Metall gefertigt. Daher kommt sie in der Regel in nicht sichtbaren Bereichen zur Anwendung. Sie dient zum Beispiel als Zahnersatz für einen Backenzahn.
Durch ihr Material hebt sie sich farblich von den natürlichen Zähnen ab und wird auch als Metallkrone bezeichnet. Enthält das verwendete Material Gold, kennt man sie landläufig als Goldkrone. Dieser Zahnersatz ist sehr bruchstabil und zeichnet sich durch eine besonders lange Haltbarkeit aus.

Die Verblendkrone

Auch diese Art der Zahnkrone wird aus Metall hergestellt. Im Gegensatz zur Vollgusskrone besitzt sie zusätzlich eine zahnfarbene Schicht. Üblicherweise verwenden die Hersteller für die Verblendung Keramik. Alternativ ist ein Kunststoffüberzug möglich. Allerdings ist er weniger haltbar und neigt dazu, sich schnell zu verfärben.
Die Verblendkrone findet häufig im sichtbaren Bereich Verwendung, zum Beispiel im vorderen Backenzahn-Bereich oder am Schneidezahn.

Die Vollkeramikkrone

Eine andere Bezeichnung für die Vollkeramikkrone lautet Mantelkrone. Wie ihre Bezeichnung bereits erahnen lässt, umfasst sie den Zahn wie ein Mantel. Sie wird ausschliesslich aus Keramik hergestellt.
Im Vergleich zu Metall ist Keramik weniger bruchstabil. Daher werden Keramikkronen üblicherweise etwas dicker hergestellt. Um ausreichend Platz für die Krone zu schaffen, ist es somit erforderlich, bei der Präparation des natürlichen Zahns mehr abzutragen.

Die Vollkunststoffkrone

In der Regel werden Vollkunststoffkronen lediglich als ein sogenanntes Langzeitprovisorium eingesetzt. In Sachen Abriebfestigkeit, Bruchstabilität und dauerhafter Ästhetik sind viele Zahnärzte nicht von dem Material überzeugt. Jedoch ist es möglich, dass neue Kunststoffe dies auch in Verbindung mit Keramikanteilen ändern.

Die Art der Verankerung der Krone

Wie eine Zahnkrone befestigt wird, hängt davon ab, wie schwer der natürliche Zahn zerstört ist. Bei einer stark beschädigten Krone kann die Verwendung von einem Stift zur Befestigung notwendig werden.

Geklebte oder zementierte Kronen

Üblicherweise befestigt der Zahnarzt Kronen am Zahn mit einem speziellen Kleber. Für Verblend- oder Metallkronen bewährte sich ein spezieller Zement für die Befestigung. Keramikkronen hingegen benötigen einen Kunststoffkleber.

Der Stiftzahn

Kann eine Krone nicht geklebt oder auf dem Zahn zementiert werden, wird sie mithilfe von einem Stift sicher im Zahn verankert. Der Volksmund bezeichnet diese Methode als Stiftzahn. Moderne Stifte bestehen zum grossen Teil aus Glasfaser oder Metall und sie werden mit Kunststoff befestigt.
Vor dem Einsetzen des Stiftes muss an dem jeweiligen Zahn eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt werden.

Gut zu wissen

Die Zahnwurzel hat mindestens einen Kanal. Er ist mit Gewebe (Zahnmark oder Pulpa), dem Zahnnerv und feinsten Blutgefässen gefüllt. Im Rahmen einer Zahnersatz-Behandlung kann es notwendig werden, so viel Substanz vom Zahn abzutragen, dass die Pulpa erreicht wird oder freiliegt.
Um einer Entzündung durch eindringende Bakterien vorzubeugen, wird das Zahnmark sicherheitshalber entfernt. So wird wirkungsvoll verhindert, dass die frisch eingesetzte Krone vielleicht bald wieder herausgenommen werden müsste.

Ablauf der Behandlung

Bis die eigentliche und dauerhafte Krone eingesetzt wird, sind verschiedene Behandlungsschritte notwendig. In der Regel sind dafür mindestens zwei Termine beim Zahnarzt notwendig. Einige Wochen nach dem Einsetzen ist ausserdem eine Kontrolluntersuchung ratsam.

Die Voruntersuchung

Bevor der Zahnarzt die Krone anfertigen lässt, untersucht er die Zahnwurzel. Ist eine Vorbehandlung notwendig, testet er den Zahnnerv auf seine Funktionsfähigkeit. Dazu wird der Zahn einfach mit einem Kältespray besprüht. Verspüren Sie hierbei im Zahn einen Kälteschmerz, weisst das auf einen intakten Zahnnerv hin.
Röntgenuntersuchungen sind mit einer gewissen Strahlenbelastung verbunden. Sie werden daher ausschliesslich in Ausnahmefällen vorgenommen.

Die Vorbehandlung des Zahns

Für eine schmerzfreie Behandlung betäubt der Zahnarzt den Bereich des zerstörten Zahns mit einer örtlichen Betäubung. So kann er den Zahn abschleifen und alle beschädigten Teile des Zahns entfernen. Anschliessend legt er eine Aufbaufüllung und präpariert den Zahnstumpf so für das Aufsetzen der Zahnkrone.

Gut zu wissen

Moderne Bohrer kühlen die Bohrstelle im Zahn mit Wasser. Das leitet die Reibungshitze ab und vermeidet Verbrennungen.

Individuelle Kronenform und Farbe bestimmen

Die Krone soll sich harmonisch und nicht fühlbar in das vorhandene Gebiss einfügen. Sie darf später beim Kauen nicht stören. Daher wird sie exakt an das individuelle Gebiss des Patienten angepasst. Um einen Abdruck anzufertigen, beisst der Patient auf eine Beissschiene.
Sie ist mit einem Abformmaterial gefüllt und härtet innerhalb weniger Minuten aus. Wird die Schiene entfernt, ist der Gebissabdruck erstellt. Es folgt noch ein zweiter Abdruck auf einer Wachsplatte. Mit diesen beiden Abdrücken stellt das Dentallabor eine passgenaue Krone her.
Während die Krone von einem Zahntechniker angefertigt wird, setzt der Zahnarzt dem Patienten eine provisorische Zahnkrone ein. Sie ermöglicht ein normales Zubeissen und schützt den Zahn.

Das Einsetzen und Verkleben

Hat das Labor die Zahnkrone angefertigt, kann sie eingesetzt werden. Während dieses Termins nimmt der Zahnarzt bei Bedarf noch die letzten geringfügigen Anpassungen vor. Damit sich das Zahnfleisch nicht entzündet, kommt es auf einen perfekten Sitz der Krone an. Auch hinsichtlich der Zahnhöhe und der Form sind noch kleinere Änderungen möglich.
Einige Wochen nachdem die Krone fest eingesetzt wurde, erfolgt üblicherweise eine Routinekontrolle.

Vor- und Nachteile sowie Risiken

Folgende Vor- und Nachteile sowie Risiken sind mit dem Einsetzen einer Zahnkrone verbunden:

Vorteile

  • Ist ein Zahn durch Karies oder durch eine Unfallverletzung stark zerstört, ist es in vielen Fällen mit einer Krone noch möglich, ihn zu retten.
  • Die Krone schützt den Zahn gleichzeitig vor erneuter Kariesbildung.

Nachteile und Risiken

  • Um den Zahn auf die Krone vorzubereiten, muss die natürliche Zahnsubstanz deutlich reduziert werden. Dies kann in seltenen Fällen den Zahnnerv schädigen.
  • Sitzt die Zahnkrone nicht perfekt, kann dies Entzündungen des Zahnnervs oder eine erneute Kariesbildung fördern.
  • Jede Zahnkrone ist nur begrenzt haltbar. Das bedeutet: Muss sie ersetzt werden, wird auch der Zahn erneut beschliffen. Es ist möglich, dass die Krone irgendwann nicht mehr richtig befestigt werden kann. Dann bleibt nur noch das Ziehen des Zahns.

Die richtige Pflege Ihrer Zahnkrone

Das Gerücht, dass Zahnkronen keine besondere Pflege erfordern, hält sich hartnäckig. Auch wenn das verwendete Material selbst für Karies wenig bis gar nicht anfällig ist, bleibt doch eine Schwachstelle, die gut gepflegt werden will.
Selbst wenn ein Zahn komplett überkront ist, ist am Rand der Krone viel organisches Material vorhanden, wo die Bakterien Schaden anrichten können.
Der Übergang zwischen dem metallischen oder keramischen Teil und dem Zahn befindet sich am Kronenrand. Auch wenn er noch durch anliegendes Zahnfleisch abgedeckt ist, bietet er Karies eine Angriffsfläche.

Gut zu wissen

Wie auf einem natürlichen Zahn sammelt sich auf der Kronenoberfläche Plaque an. Das reizt das Zahnfleisch und kann in der Folge Entzündungen nach sich ziehen.

Wichtig: die tägliche Zahnpflege

Ganz gleich ob Einzelkronen oder eine vollständige Überkronung aller Zähne: Die wichtigste Massnahme für eine langanhaltende und wirksame Mundhygiene ist die tägliche Reinigung mit einer Zahnbürste und Zahnpasta.
Vor allem nach dem Genuss zuckerreicher Produkte sollten Sie Ihre Zähne und Kronen intensiv reinigen. Bei zahnfarbenen Kunststoffverblendungen ist es wichtig, dass die Zahnpasta möglichst wenige Abrasivstoffe, also Schleifmittel enthält. Sonst zerstört dies nach und nach den Überzug.

Reinigung der Zahnzwischenräume

Zusätzlich zu dieser normalen Pflege empfiehlt es sich, mit Interdentalbürsten die Zahnzwischenräume zu säubern. Achten Sie beim Kauf auf die passende Grösse und auf eine gute Qualität. Um Verletzungen oder Reizungen zu vermeiden, müssen die Bürsten dünner sein, je enger die Zähne beieinanderstehen.
Die Kronenränder halten Sie mit Zahnseide sauber. Hier sind besonders sogenannte flauschige Zahnseiden ideal. Mit ihrem bauschig-verflochtenen Mittelteil leiste sie hervorragende Reinigungsarbeit.
Vorhandene Anhaftungen entfernen Sie damit ganz einfach: Die Zahnseide um den Kronenrand legen und mehrmals hin- und herziehen. Blutet das Zahnfleisch anfangs leicht, ist das völlig normal. Hat sich die Schleimhaut an die neue Reinigungsform gewöhnt, treten in der Regel nach einigen Tagen auch keine Blutungen mehr auf.

Fazit: Mit einer Zahnkrone können Sie Ihre Zähne bis ins Alter erhalten

Eine Zahnkrone ist ein wirksames Mittel, die Zähne bis ins Alter zu erhalten und so die Kaufunktion sicherzustellen. Die Informationen aus diesem Beitrag können Sie bei der Entscheidung für diesen Zahnersatz unterstützen, damit Sie möglichst lange gesunde und schöne Zähne besitzen.
Die moderne Zahnmedizin macht es ausserdem möglich, auch bei Zahnverlust die ganz normale Kaufunktion zu erhalten. Karies, Zahnwurzelentzündungen und andere Beschwerden sind daher kein Grund, auf gewohnte Mahlzeiten zu verzichten – dank der Zahnkrone sind im Grunde keine Einschränkungen zu befürchten.

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