Schluss mit Plastik im Meer – die Plastic Smart Cities Initiative vom WWF räumt auf

Das Eintauchen in die faszinierenden Unterwasserwelten und das Erleben der mediterranen Kultur sind seit Langem beliebte Ferienaktivitäten für uns Menschen. Was zurück bleibt, ist Plastikmüll. Tatsächlich entsteht während der Sommersaison etwa 40 Prozent des gesamten Abfalls im Mittelmeer.

Eine Schildkröte mit einer Plastiktüte.
Schildkröten verwechseln Plastiktüten mit Quallen – mit schlimmen Folgen. ©WWF
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Minütlich gelangen etwa 15’000 Kilogramm Plastikabfall in die Meere. Diese Verschmutzung hat beachtliche Auswirkungen auf die Natur und auf die Lebensgrundlagen vieler Tiere und Menschen. Fast jeder Meeresvogel wird bis zum Jahr 2050 Plastik im Magen haben und es wird mehr Plastik als Fische im Meer geben, falls sich nichts ändert.

Dies führt dazu, dass Schildkröten Plastiktüten mit Quallen verwechseln und Fische winzige Plastikteilchen anstatt Plankton schlucken. Aber nicht nur Tiere sind betroffen, auch wir Menschen nehmen durch unsere Nahrung im Durchschnitt fünf Gramm Plastik pro Woche auf, was ungefähr so viel ist wie eine Kreditkarte. In einem Jahr entspricht das mehr als einem viertel Kilo Plastik. Bon appétit!

Die Plastikverschmutzung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Tatsächlich wurde rund die Hälfte des jemals hergestellten Plastiks nach dem Jahr 2000 produziert und 75 Prozent davon ist bereits wieder Müll.

Welche Lösungen bietet der WWF?

Mithilfe der Initiative «Plastic Smart Cities» unterstützt der WWF Küstenstädte weltweit dabei, wertvolle Ökosysteme zu schützen und zu einem gesunden Leben für Mensch und Natur beizutragen. Der WWF setzt sich für innovative Lösungen ein, um den Einsatz von Plastik zu reduzieren, nachhaltige Abfallentsorgung zu unterstützen, die korrekte Trennung von Abfällen zu fördern und eine höhere Recyclingquote zu erzielen.

Das Hauptanliegen der Initiative ist es, Meere lebendig und widerstandsfähig zu machen. Hierfür kooperiert der WWF mit Unternehmen, um nachhaltige Fischereimethoden zu fördern und schädliche Emissionen zu reduzieren. Zudem setzt sich der WWF dafür ein, Kreislaufsysteme zu etabilieren, die verhindern, dass Plastik überhaupt in die Umwelt gelangt.

Dafür braucht es mutige Ansätze. Die insgesamt 36 teilnehmenden Städte wie Monastir in Tunesien, Venedig in Italien, Tanger in Marokko, Izmir in der Türkei oder Dubrovnik und Trogir in Kroatien ergreifen Massnahmen. Sie arbeiten an innovativen Lösungen, um der Plastikflut entgegenzuwirken und als Vorbild für andere Städte zu dienen.

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Zusammenarbeit mit der Politik 

Dazu gehören mobile Abfallbehälter und Recyclingzentren sowie das Verbot von Einwegplastik. Ferner üben die Städte Einfluss auf die Politik und den Tourismussektor aus und fördern technologische und gesellschaftliche Innovationen. Allen ist bewusst, dass es keine einzelne Lösung für das massive globale Plastikproblem gibt, aber überzeugende Vorbilder und bewährte Praktiken können einen Unterschied machen. Es erfordert den Mut und das Engagement in der Politik, Wirtschaft und von allen.

Zudem verdeutlicht der WWF durch Studien die finanziellen Risiken, die mit Verschmutzung und Überfischung einhergehen. Der WWF arbeitet eng mit Entscheidungsträgern aus der Politik zusammen, um wirksame Massnahmen zum Schutz der Meere und des Klimas zu definieren. Ziel des WWF ist es, dass es bis 2030 tausend Plastic Smart Cities gibt.

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* Bei diesem Artikel handelt es sich um einen gesponserten Inhalt in Zusammenarbeit mit WWF Schweiz.