Jobwelt: Tagebuchschreiben ist nicht nur etwas für Teenager
HomearrowArbeitswelt

Jobwelt: Tagebuchschreiben ist nicht nur etwas für Teenager

Haben Sie als Teenie Ihren Liebeskummer Ihrem Tagebuch anvertraut? Auch wenn Sie nun ein paar Jahre älter sind und nicht mehr unter Herzschmerz leiden, lohnt sich das Tagebuchschreiben dennoch. Denn das Schreiben schärft die Wahrnehmung und wir erfahren, wer wir sind.

image
image

Rolf Murbach am 27.7.2021

Das Schönste am Schreiben ist die Konzentration. Wenn ich schreibe, bin ich fokussiert, konzentriert auf ein Thema und ein Handwerk. Ich schreibe, also bin ich. So kommt es mir vor. Wir hören viel über die schwindende Aufmerksamkeitsspanne. Von wenigen Minuten ist die Rede, bis die meisten ihr Smartphone konsultieren, um ja nichts zu verpassen, um mit der äusseren Welt in Verbindung zu sein. Sie tun das wider besseres Wissen, denn es hat sich längst herumgesprochen, dass wir mit der damit einhergehenden Unzufriedenheit einen hohen Preis bezahlen. Dieses Bewusstsein hilft offenbar wenig, die Apps mit ihren Texten, Bildern, Videos sind stärker und ziehen uns in ihren Bann.
Ich muss mein Smartphone nicht beiseitelegen, die digitalen Verlockungen können mir, wenn ich schreibe, nichts anhaben. Sie interessieren mich nicht. Seit Jahren schreibe ich Tagebuch, und ich mache dabei immer die gleiche Erfahrung: Schreiben schärft die Wahrnehmung und bereichert das Leben. Wenn ich schreibe, bin ich in Verbindung mit mir. Meine Gedanken diktieren den Text, das Schreiben verselbständigt sich, und es stellt sich Flow ein. Zudem erfahre ich durch das Formulieren, was ich denke, wie ich die Welt sehe. Das ist beglückend und oft überraschend.
Jetzt kostenlos anmelden

Ganzen Artikel anzeigen

Jetzt kostenlos anmelden (keine Kreditkarte nötig) und weiterlesen

Tags

  • Community
  • Arbeitswelt
  • Weiterbildungen
  • Bildung