Clifford Lilley über Stil im Alter: «Bunt und schrill ist durchaus erlaubt»
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Clifford Lilley über Stil im Alter: «Bunt und schrill ist durchaus erlaubt»

Darf man im Alter noch Spass an der Mode haben? Natürlich, man kann auch gerne etwas Neues ausprobieren, findet Stilexperte Clifford Lilley (70) aus Zürich. Was der gebürtige Südafrikaner jedoch gar nicht mag, sind Spaghettiträger, Tattoos, zu viel Haut und Menschen, die jedem Trend hinterherrennen.

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Maja Sommerhalder, Helvetic Care am 17.9.2021

Herr Lilley, bei unserem letzten Telefonat waren Sie in einem italienischen Touristenort. Sie sagten, hier seien so viele ältere Menschen ohne Geschmack. Warum? Clifford Lilley: Viele ältere Touristen zeigten viel zu viel Haut. Sie trugen sehr kurze und enge Shorts, obwohl sie wirklich nicht die Figur dazu hatten. Am Strand mag ein solches Outfit noch okay sein, aber nicht in den Städten. Das ist nicht nur unangenehm anzuschauen, sondern auch respektlos gegenüber den Einheimischen. Italien ist ein sehr katholisches Land und da sollte man schon Rücksicht nehmen.
Sex im Alter
Heisst das, kurze Hosen sind ab einem gewissen Alter tabu? Vielleicht bin ich altmodisch, aber I hate too short (lacht). Von zu viel Haut zeigen, rate ich im Alter eher ab – das mag bei jungen Leuten gehen, aber bei älteren wirkt das schnell billig. Ich bin aber nicht gegen kurze Hosen. Solange sie nicht wie Hotpaints aussehen, können sie bis ins hohe Alter schick sein. Bei Übergewichtigen ist aber ein längerer Rock oder eine längere Hose die bessere Wahl.

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