Sollen wir unsere Hypothek amortisieren?

Mit den steigenden Zinsen fragen sich viele, ob sie ihre Hypothek amortisieren sollen. Doch lohnt sich das immer? Und wo sind die Nachteile?

Ein Sparschwein: Sparen bei den Immobilien
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Ein Ehepaar (60 und 58 Jahre alt) hat eine günstige zehnjährige Hypothek von CHF 450'000, die im Sommer ausläuft. Angesichts der steigenden Zinsen fragt es sich, ob es die Hypothek erneuern oder evtl. ganz oder teilweise amortisieren sollte. Es hat CHF 120’000 geerbt und könnte den Rest aus der PK vorbeziehen.

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Es trifft sich sehr gut, dass Sie diesen weitreichenden Entscheid noch vor der ordentlichen Pensionierung treffen können. Fast immer bringt die Pensionierung grosse Veränderungen mit sich, nicht zuletzt auch finanzielle. Stützen Sie sich bei Ihrem Entscheid nicht zu sehr auf das aktuelle Zinsumfeld, sondern berücksichtigen Sie vielmehr Ihre finanzielle Situation im Alter und die zukünftige Wohnsituation. Das Erbe gibt Ihnen im Hinblick auf die Pensionierung viel Handlungsspielraum, den Sie nicht schon jetzt mit einer Amortisation verspielen sollten.

Rückzahlungen immer ganzheitlich betrachten

Sofern Sie die Belehnungsgrenze von 65 Prozent bei Pensionierung bereits heute unterschreiten, macht im aktuellen Zinsumfeld und speziell in Ihrem Fall eine teilweise oder komplette Amortisation kaum Sinn. Sie könnten die Hypothekarzinsen nicht mehr steuerlich in Abzug bringen und würden dadurch mehr Steuern bezahlen.

Zudem wird auch der PK-Vorbezug besteuert und Ihr jährliches Renteneinkommen würde geschmälert. In Summe ist dann je nach Grenzsteuersatz die Ersparnis meist sehr gering. Eine Teilamortisation hat zudem den Nachteil, dass eine kleine Hypothek für viele Hypothekaranbieter nicht interessant ist und Sie dadurch einen schlechteren Zins erhalten.

Direktinvestition in Eigenheim prüfen

Prüfen Sie, ob Sie im Hinblick auf die Pensionierung das Erbe nicht lieber direkt in Ihr Eigenheim investieren. Entweder in Form von werterhaltenden Investitionen, die Sie beispielsweise auf mehrere Jahre verteilen, um so einen steuerlichen Vorteil für sich zu erwirken. Oder, falls das Eigenheim in den nächsten Jahren verkauft werden soll, könnten sich auch wertsteigernde Investitionen, beispielsweise in Aussendämmung oder eine Photovoltaik-Anlage lohnen.

Diese werden häufig staatlich subventioniert und machen das Eigenheim attraktiver für Sie und für potenzielle Käufer. Alternativ können Sie das Erbe auch in Kassenobligationen oder ähnlich anlegen und bezahlen damit einen Teil der Hypothekarzinsen, behalten aber durch das Vermögen viel Handlungsspielraum fürs Alter.

Bei erwartetem Zinsanstieg frühzeitig verlängern

Das Zinsumfeld sollte zwar berücksichtigt werden, den Entscheid aber nicht dominieren. Für die laufende Hypothek dürften Sie rund 2.5 Prozent Zins bezahlen, was auch aktuell für eine mehrjährige Festhypothek anfällt. Bei Angst vor steigenden Zinsen können Sie bei vielen Anbietern sechs bis zwölf Monate vor Ablauf ohne Aufpreis verlängern. Und sollten Verkaufsabsichten bestehen, gibt es Festhypotheken mit kostenlosem Ausstieg bei Verkauf.

Solche Überlegungen sind im Hinblick auf die Pensionierung weitaus wichtiger, als ob Sie ein paar Basispunkte mehr oder weniger Hypothekarzins bezahlen.

Lassen Sie sich beraten

Falls auch Sie Fragen rund um Ihre Hypothek haben, lassen Sie sich gerne beraten.  Die Expertinnen und Experten von MoneyPark wägen mit Ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen ab und helfen Ihnen bei der Entscheidung. Denn mit der richtigen Hypothek können Sie viel Geld sparen.   

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