Lass uns doch «malreden» – das Telefonangebot für ältere Menschen

Manchmal fehlt im Alltag jemand, mit dem man Gedanken, Erlebnisse oder kleine Freuden teilen kann. Genau hier setzt malreden an: Das kostenlose und anonyme telefonische Gesprächsangebot verbindet ältere Menschen mit Freiwilligen, die zuhören und sich Zeit nehmen.

Porträt einer Seniorin, die draußen im Garten sitzt und telefoniert. Reife lächelnde Frau.
Logo malreden/Verein Silbernetz SchweizFolgen

Ein Gespräch, das gut tut

Gemeinsam über den Alltag sprechen, Sorgen und Freuden teilen, plaudern, erzählen oder auch intensiv diskutieren – alles darf sein und findet bei malreden Platz. 

malreden, getragen vom Verein Silbernetz Schweiz, ist mit dem Alltagstelefon täglich von 9:00 bis 20:00 Uhr unter der Nummer 0800 890 890 erreichbar. Alle Gespräche sind anonym, kostenlos und vertraulich.

Gerade diese unkomplizierte Form erleichtert vielen Menschen den ersten Schritt. Eine anrufende Person beschreibt das Angebot so: «Ich bin dankbar, dass ich bei malreden anrufen und mit einem empathischen Gegenüber sprechen kann.»

Die Entstehung von malreden

Die Idee zu malreden entstand im Berufsalltag von Eve Bino als Physiotherapeutin. In ihrer Arbeit stellte sie fest, dass viele ihrer älteren Klient *innen nur wenige Möglichkeiten für regelmässige Gespräche haben. Daraus entwickelte sich die Idee eines niederschwelligen Gesprächsangebots.

2020 wurde der Verein Silbernetz Schweiz gegründet. Geleitet wird er von den beiden Co-Geschäftsleiterinnen Eve Bino und Sylviane Darbellay. Im April 2021 startete das Gesprächsangebot malreden in der ganzen Schweiz.

Freiwillige schenken Zeit und Aufmerksamkeit

Zurzeit engagieren sich über 60 Freiwillige aus verschiedenen Kantonen für malreden. Sie führen Gespräche am Alltagstelefon oder begleiten Menschen in Gesprächstandems. Vor ihrem Einsatz absolvieren alle Freiwilligen eine umfassende Schulung.

Dabei lernen sie Grundlagen der Gesprächsführung sowie Wissenswertes rund um Alter und Einsamkeit. Im Mittelpunkt stehen das Zuhören und der persönliche Austausch. Gleichzeitig werden auch die Grenzen des Angebots thematisiert, denn malreden ist weder ein Krisendienst noch ein Notfallangebot.

Das Angebot wächst weiter

Monatlich gehen bei malreden rund 850 Anrufe ein. Die meisten Anrufenden sind Frauen im Pensionsalter. Eine Nutzerin sagt: «Wenn ich bei malreden mit lieben Menschen sprechen kann, geht es mir besser.» Oft kann bereits ein kurzes Gespräch den Alltag aufhellen und das Gefühl von Verbundenheit stärken.

Vor einem Monat feierte malreden sein fünfjähriges Bestehen. Mit Zuversicht blicken die beiden Co-Geschäftsleiterinnen nach vorne: «Wir wollen weiter wachsen und Räume schaffen, in denen Austausch selbstverständlich wird», so Sylviane Darbellay.

Möchten auch Sie einfach mal reden?

Greifen Sie zum Hörer und rufen Sie uns an: 0800 890 890. Wir freuen uns auf das Telefonat mit Ihnen.

Mehr über malreden erfahren Sie ausserdem auf unserer Website: www.malreden.ch.

Möchten Sie sich als freiwillige Gesprächspartner*in engagieren? Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen zu dieser Aufgabe. Wir freuen uns immer über empathische, interessierte und offene Menschen, die gerne mit älteren Menschen telefonieren und Zeit schenken möchten. Die nächste Schulung findet Ende Oktober 2026 statt. Melden Sie sich gerne unverbindlich bei uns.